Den Monat Sep­tem­ber krö­nen wir mit einem ganz beson­de­ren Gewürz: dem Lor­beer! Das ange­nehm wür­zi­ge Lor­beer­blatt ist aus def­ti­gen Gerich­ten kaum weg­zu­den­ken und es über­rascht auch mit zahl­rei­chen medi­zi­ni­schen Wir­kun­gen. Aber das erzählt euch unser Gewürz des Monats Sep­tem­ber am bes­ten gleich selbst…

Familie der Lorbeeren

Von Vor­der­asi­en aus kom­mend habe ich den gesam­ten Mit­tel­meer­raum erobert. Der Lor­beer oder Lor­beer­baum gehört zur Gat­tung der Lor­bee­ren aus der Fami­lie der Lor­beer­ge­wäch­se. In der Pflan­zen­welt exis­tie­ren zwar meh­re­re Pflan­zen­ar­ten mit aro­ma­ti­schen Blät­tern, die als Lor­beer bezeich­net wer­den. Doch geschmack­lich haben der Indi­sche, der Kali­for­ni­sche oder der Mexi­ka­ni­sche Lor­beer mit mei­nem Ori­gi­nal kaum Ähn­lich­keit. Auch mit dem deko­ra­ti­ven, aber gif­ti­gen Kirsch­lor­beer soll­te ich bes­ser nicht ver­wech­selt wer­den.

Lorbeerpflanze

Der Ech­te Lor­beer ist ein immer­grü­ner Strauch oder Baum. Er kann eine Wuchs­hö­he von bis zu 12 Metern und eine Brei­te von bis zu 10 Metern errei­chen. Die Blät­ter mei­nes Lor­beer­bau­mes sind lan­zett- oder eiför­mig, ca. 10 cm lang und 3–5 cm breit. Mei­ne fri­schen Blät­ter sind led­rig, oben glän­zend dun­kel­grün und der Rand ist leicht gewellt. Sie ver­strö­men einen aro­ma­tisch-wür­zi­gen Duft. Die getrock­ne­ten Lor­beer­blät­ter sind oliv­grün und matt. Von März bis Mai tra­ge ich unschein­ba­re weiß­li­che Blü­ten, mei­ne Stein­früch­te sind eiför­mig, blau­schwarz und glän­zend. Der ech­te Lor­beer­strauch ist nur bedingt win­ter­hart, ich tole­rie­re fros­ti­ge Tem­pe­ra­tu­ren bis etwa minus acht Grad Cel­si­us.

Gewürzlorbeer

Wie man an mei­nen Umgangs­sprach­li­chen Bezeich­nun­gen „Gewürz­lor­beer“ und „Sup­pen­blatt“ sieht, bin ich ein belieb­tes und her­vor­ra­gen­des Gewürz. Ver­wen­den kann man mei­ne fri­schen und getrock­ne­ten Blät­ter. Ganz fri­sche Lor­beer­blät­ter schme­cken jedoch bit­ter, mit Geschmacks­nu­an­cen von Mus­kat und Zitro­ne. Bei der Trock­nung ver­schwin­det der bit­te­re Geschmack teil­wei­se, wodurch der Eigen­ge­schmack stär­ker her­vor­tritt. Wer­den mei­ne getrock­ne­ten Blät­ter zer­drückt, ent­strömt ihnen ein inten­siv wür­zig-süß­li­cher, kamp­fer­ar­ti­ger und an Mus­kat­nuss erin­nern­der Duft.
Mei­ne Blät­ter wer­den am bes­ten als Gan­zes mit­ge­kocht, sie geben ihre äthe­ri­schen Öle sehr lang­sam ab. Bei kür­ze­ren Gar­zei­ten soll­te man sie vor­her kni­cken, um die Öle schnel­ler frei­zu­set­zen. Da die getrock­ne­ten Lor­beer­blät­ter ziem­lich zäh schme­cken, ent­fer­ne sie vor dem Ser­vie­ren bit­te wie­der aus dem Gericht.

Lorbeerblatt als Gewürz

Mei­ne wür­zi­gen Blät­ter pas­sen zu allen def­ti­gen Spei­sen. Beson­ders gut wür­ze ich Fleisch­ge­rich­te, die rela­tiv lan­ge köcheln und schmo­ren müs­sen. Auch für Sup­pen und Kar­tof­fel­ge­rich­te sowie Fisch und Sauer­kraut wer­den ich ger­ne ver­wen­det. Eben­so pro­fi­tie­ren Wild und Lamm von mei­nem wür­zi­gen Aro­ma. Dar­über hin­aus fin­de ich auch zum Ein­le­gen von Gemü­se, bei Cur­ry­ge­rich­ten oder Mar­sa­las berech­tigt oft Anwen­dung. Mei­ne fri­schen Blät­ter kön­nen übri­ges sehr gut für Mari­na­den ver­wen­det wer­den.

Heilpflanze Lorbeer

Mei­ne Lor­beer­blät­ter wir­ken appe­tit­an­re­gend und hel­fen bei Ver­dau­ungs­stö­run­gen, Koli­ken und Blä­hun­gen. Sie unter­stüt­zen qua­si den gesam­ten Ver­dau­ungs­ap­pa­rat. Zudem wir­ke ich schleim­lö­send, anti­bak­te­ri­ell und pilz­hem­mend. Ich för­de­re die Durch­blu­tung und hem­me Ent­zün­dun­gen. Lor­beer Tee beru­higt den Hus­ten und kann bei Bron­chi­tis die Gene­sung unter­stüt­zen. Zur Stär­kung der Abwehr­kräf­te wird emp­foh­len mich mit Zie­gen­milch zu kochen und so zu genie­ßen. Wegen mei­ner beru­hi­gen­den Wir­kung habe ich übri­gens eine lan­ge Tra­di­ti­on als Räu­cher­werk. Wenn du mehr Tipps haben möch­test, wie du mit Lor­beer dei­ne Gesund­heit för­dern kannst, dann bleib doch am wür­zi­gen Blog dran, es gibt bald noch so eini­ges zu lesen!

Verdiente Lorbeeren

Wohl jeder kennt den Spruch, dass man Lor­bee­ren ern­tet, wenn man gelobt wird oder, dass man sich auf sei­nen Lor­bee­ren nicht aus­ru­hen soll. Mei­ne Lor­bee­ren waren schon vor gerau­mer Zeit eine beson­de­re Aus­zeich­nung. Beim Ein­zug als erfolg­rei­cher Tri­um­pha­tor in die Stadt Rom war der Feld­herr mit Lor­bee­ren bekränzt. Mit dem Über­gang zum Kai­ser­reich tru­gen auch die römi­schen Kai­ser einen Lor­beer­kranz am Kopf. Spä­ter erhiel­ten ihn auch Sie­ger bei Spie­len. Bis heu­te steht der Lor­beer­kranz also sprich­wört­lich für eine beson­de­re Aus­zeich­nung. Er gilt als Sym­bol des Ruh­mes, Sie­ges und Frie­dens.

Lorbeer kaufen

Wenn du in dei­nem Gar­ten ech­ten Lor­beer pflan­zen willst, dann beden­ke bit­te, dass ich nur bedingt win­ter­fest bin. Als Kübel­pflan­ze über­win­te­re ich ger­ne in dei­nem Kel­ler. Getrock­ne­te Lor­beer­blät­ter kau­fen kannst du ganz leicht über die Life Earth Gewürz­ma­nu­fak­tur, selbst­ver­ständ­lich gibt es hier nur Bio Lor­beer­blät­ter zu kau­fen! Gut ver­schlos­sen und licht­ge­schützt gela­gert, bin ich dir garan­tiert lan­ge ein wür­zi­ger Freund!

Wich­ti­ger Hin­weis: All­fäl­li­ge in die­sem Arti­kel ange­führ­te Tipps und mög­li­che Heil­wir­kun­gen von Pflan­zen und Zube­rei­tun­gen sind nicht als ärzt­li­che Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zu ver­ste­hen und erset­zen kei­nes­falls die fach­li­che Bera­tung durch einen Arzt oder Apo­the­ker.

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