Der Som­mer ist da und wir kön­nen die Blu­men und Fri­sche direkt rie­chen. Des­halb hat Lemon­gras, oder auf Deutsch Zitro­nen­gras, es geschafft das Life Earth Gewürz des Monats Juni zu wer­den. Was die­ses exo­ti­sche Gewürz so beson­ders macht, erzählt es nun gleich selbst.

Aroma Lemongras

Eines gleich vor­weg: Mein Name sagt schon ziem­lich viel über mich aus. Aller­dings wer­de ich mehr wegen mei­nes Aro­mas ver­wen­det als wegen mei­nes Geschmacks. Ich duf­te näm­lich himm­lisch frisch und zitro­nen­ar­tig, dazu etwas pfeff­rig und blu­mig. Mein Duft ist gleich­ar­tig, aber etwas schwä­cher als der von Lemon Myrt­le oder frisch gerie­be­ner Zitro­nen­scha­le. Mein Geschmack ist ähn­lich zitro­nen­ar­tig, jedoch nicht so frisch wie mein som­mer­li­cher Geruch. Du kannst mei­ne gan­zen Stän­gel frisch oder tief­ge­fro­ren kau­fen, dazu schaust du dich am bes­ten in Asia Läden nach mir um. Oder aber du erwirbst getrock­ne­te Stü­cke von mir, vor­zugs­wei­se in Bio und Fairtra­de Qua­li­tät.

Verarbeitung von Zitronengras

Kaufst du mich frisch, so hal­te ich in Zei­tungs­pa­pier ein­ge­wi­ckelt meh­re­re Wochen lang im Gemü­se­fach dei­nes Kühl­schranks. Ver­wen­det wer­den in der Küche vor allem mei­ne kol­ben­för­mi­gen Enden der Stän­gel, die so genann­ten Bul­ben. Ent­fer­ne die tro­cke­nen Außen­blät­ter und bear­bei­te die inne­ren Tei­le zum Bei­spiel mit einem Fleisch­klop­fer. So kön­nen die auf­ge­fa­ser­ten Bul­ben ihre äthe­ri­schen Öle bes­ser abge­ben. Oder du schnei­dest sie in Schei­ben. Die Bul­ben wer­den im Gan­zen mit­ge­kocht, aber nicht mit­ge­ges­sen!
Beson­ders lecker wird übri­gens dein Grill­gut, wenn du es auf mei­ne Stän­gel auf­spießt. Egal ob Fleisch oder Fisch, Gemü­se oder Tofu – so über­trägt sich mein zitro­ni­ges Aro­ma auf alles.

Auch getrock­net kannst du mich sehr gut ver­wen­den. Weich mich dazu jedoch vor der Ver­wen­dung eine hal­be Stun­de lang im war­men Was­ser ein. Wenn du mich in einem Tee­beu­tel mit­kochst, kannst du mich vor dem Essen übri­gens wie­der leicht aus dem Gericht ent­fer­nen!

Lemongras passt zu

Mei­nen Ursprung ent­spre­chend pas­se ich beson­ders gut zu asia­ti­schen Gerich­ten. Egal ob frisch oder getrock­net, ich schwim­me ger­ne in Thai-Sup­pen und Gerich­ten mit Kokos­milch. Asia­ti­sche Gerich­te mit Geflü­gel, Fisch, Mee­res­früch­ten und Gemü­se ver­fei­nert mein Duft unge­mein. Oder ver­wen­de mich ein­mal zum Aro­ma­ti­sie­ren von Reis.
Zitro­nen­gras ist übri­gens auch in vie­len Kräu­ter- und Tee­mi­schun­gen zu fin­den. Mein zitro­nen­ar­ti­ges, fri­sches und blu­mi­ges Aro­ma berei­chert dei­ne selbst­ge­mach­ten Tees und Limo­na­den mit Sicher­heit.

Ätherische Öle

Dass mei­ne äthe­ri­schen Öle frei­ge­setzt wer­den, wenn du mei­ne Bul­ben auf­fa­serst, habe ich schon gesagt. Doch war­um ist das eigent­lich wich­tig? Ganz ein­fach, dann duf­te ich nicht nur himm­lisch, son­dern bin auch noch gesund. Zitro­nen­gras ent­hält viel Fol­säu­re, Man­gan und Kali­um. Es wirkt dazu anti­bak­te­ri­ell, anre­gend und hilft bei Pilz­in­fek­tio­nen. In Süd­ost­asi­en wer­de ich auch „Fie­ber­kaut“ genannt, du kannst dir wohl den­ken war­um das so ist. Dar­über hin­aus soll ich Blä­hun­gen min­dern und das Zen­tral­ner­ven­sys­tem beru­hi­gen. Davon abge­se­hen wird aus mei­nen äthe­ri­schen Ölen Citral und Myr­cen ein belieb­tes Mit­tel gegen Stech­mü­cken her­ge­stellt. Hät­test du das gewusst?

Wich­ti­ger Hin­weis: All­fäl­li­ge in die­sem Arti­kel ange­führ­te Tipps und mög­li­che Heil­wir­kun­gen von Pflan­zen und Zube­rei­tun­gen sind nicht als ärzt­li­che Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zu ver­ste­hen und erset­zen kei­nes­falls die fach­li­che Bera­tung durch einen Arzt oder Apo­the­ker.

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