Schon der Gedan­ke an medi­ter­ra­ne Kräu­ter lässt Urlaubs­fee­ling auf­kom­men. Der Duft der Kräu­ter wird unwei­ger­lich mit Son­ne, Meer und Genuss in Ver­bin­dung gebracht. Ros­ma­rin, Laven­del, Sal­bei und Co. gehö­ren zum Som­mer und zur leich­ten Som­mer­kü­che ein­fach dazu. Des­halb wol­len wir euch ein paar der medi­ter­ra­nen Stars unter den Kräu­tern etwas genau­er vor­stel­len.

Anis

Anis stammt ursprüng­lich aus dem öst­li­chen Mit­tel­meer­raum und gehört zu den ältes­ten in Euro­pa bekann­ten Gewür­zen. Anis hat einen süß­li­chen, aro­ma­ti­schen Geschmack, ähn­lich der Lakrit­ze. Er ist vor allem als Brot­ge­würz bekannt und in der Weih­nachts­bä­cke­rei beliebt. Das inten­si­ve Aro­ma passt auch her­vor­ra­gend zu Fisch‑, Lin­sen- und Gemü­se­ge­rich­ten. Anis dient außer­dem als Basis­zu­tat für bekann­te medi­ter­ra­ne Schnäp­se wie Ouzo, Raki oder Aniset­te.

Basilikum

Basi­li­kum gehört zu den Klas­si­kern unter den medi­ter­ra­nen Kräu­tern und ist vor allem mit der ita­lie­ni­schen Küche ver­bun­den. Sein süß­lich pfeff­ri­ger Geschmack würzt nicht nur Piz­za und Pas­ta, son­dern ver­fei­nert auch Pes­to, Fisch, Geflü­gel und Sala­te. Bei uns wird zumeist gewöhn­li­ches Basi­li­kum ver­wen­det, es gibt aber noch zahl­rei­che ande­re Sor­ten mit unter­schied­li­chen Aro­men. Basi­li­kum ver­trägt kei­ne Hit­ze, wes­halb es erst am Ende Koch­zeit hin­zu­ge­fügt wer­den soll­te.

Koriander

Beim Kori­an­der wer­den in der medi­ter­ra­nen Küche vor allem die Früch­te ver­wen­det, die Blät­ter wer­den hin­ge­gen in Süd­ost­asi­en ein­ge­setzt. Kori­an­der­sa­men ver­fei­nern typi­scher Wei­se Brot und Gebäck sowie Mari­na­den. Auch zu medi­ter­ra­nen Gerich­ten mit Mee­res­früch­ten, Auber­gi­nen und Sau­cen pas­sen die Früch­te aus­ge­zeich­net. Die gan­zen Kori­an­der­sa­men kön­nen mit­ge­kocht wer­den.

Kümmel

Der wür­zi­ge, süß­li­che und leicht bit­te­re Küm­mel hat sei­nen Ursprung in der Mit­tel­meer­re­gi­on und wird heu­te in vie­len Län­dern der Welt ver­wen­det. Küm­mel wird in der medi­ter­ra­nen Küche vor allem bei fet­ti­gen Fleisch­ge­rich­ten (wie Schwei­ne­bra­ten oder Ripp­chen) sowie Brot und Käse­ge­rich­ten ver­wen­det. Da sei­ne Inhalts­stof­fe die Ver­dau­ung anre­gen und Blä­hun­gen lin­dern sol­len, würzt man beson­ders ger­ne schwe­ren Spei­sen mit Küm­mel. Er har­mo­niert auch mit Kraut, Kar­tof­feln, Auf­stri­chen und Sup­pen.

Lorbeer

Der Lor­beer gehört zu den klas­si­schen medi­ter­ra­nen Pflan­zen und begeis­tert die Men­schen schon seit Jahr­hun­der­ten. Der Lor­beer­kranz schmück­te einst Dich­ter und Hel­den und stand sym­bo­lisch für Ruhm und Ehre. Heu­te machen der aro­ma­ti­sche Duft und der leicht herb wür­zi­ge und wär­men­de Geschmack das immer­grü­ne Laub in den Küchen so beliebt. Die getrock­ne­ten Lor­beer­blät­ter soll­ten immer mit­ge­gart wer­den, da sich ihr Aro­ma nur lang­sam ent­fal­tet. Sie wür­zen vor allem Schmor­ge­rich­te, rotes Fleisch (wie Kalb, Rind und Wild) sowie Ein­töp­fe, Sup­pen und Mari­na­den. Auch ein­ge­leg­tem Gemü­se ver­lei­hen Lor­beer­blät­ter eine beson­de­re Note.

Majoran

Majo­ran hat sei­nen Ursprung in den Mit­tel­meer­ge­bie­ten Ana­to­li­ens. Heu­te wird er in vie­len Län­dern ange­baut, in Deutsch­land ist das der­zeit größ­te Anbau­ge­biet Euro­pas bewirt­schaf­tet. Majo­ran hat ein fei­nes, süß­li­ches Aro­ma mit einer leicht blu­mi­gen Note und eine star­ke Würz­kraft, wes­halb man ihn erst am Ende der Gar­zeit zum Gericht gegen soll­te. Das belieb­te Kraut wird auch als Wurst­kraut bezeich­net, da es Wurst­wa­ren aro­ma­ti­siert. Auch zu Fleisch- und Fisch­ge­rich­ten, Kar­tof­feln, Gemü­se, Hül­sen­früch­te sowie Pil­zen passt die­ses medi­ter­ra­ne Gewürz her­vor­ra­gend.

Oregano

Ore­ga­no zählt zu den typi­schen medi­ter­ra­nen Kräu­tern und darf des­halb in die­ser Auf­zäh­lung nicht feh­len. Ore­ga­no wird auch als Piz­za­ge­würz bezeich­net und fin­det eben­so bei sämt­li­chen Pas­ta­ge­rich­ten Ver­wen­dung. Die herb wür­zi­gen Blät­ter ver­fei­nern außer­dem zahl­rei­che Sup­pen und Sau­cen, Gemü­se, Fleisch­ge­rich­te sowie Fisch und Sala­te. Ore­ga­no wird meist getrock­net ver­wen­det, da sich sein Aro­ma beim Trock­nen inten­si­viert. Bei Roh­ge­rich­ten soll­te er wegen des star­ken Aro­mas nur spar­sam ein­ge­setzt wer­den.

Petersilie

Ursprüng­lich stammt Peter­si­lie aus dem öst­li­chen Mit­tel­meer­ge­biet, die wort­wört­li­che Über­set­zung aus dem Grie­chi­schem lau­tet „Fel­sen­sel­le­rie“. Heu­te ist es eines der bedeu­tends­ten Gewürz­kräu­ter und wird in ent­spre­chend vie­len Län­dern kul­ti­viert. Peter­si­lie würzt Sup­pen, Kar­tof­feln, Sau­cen sowie Fleisch, Ein­töp­fe und Mari­na­den. Das Gewürz­kraut soll­te nicht lan­ge mit­ge­kocht wer­den. Streue die­se per­fek­te Gar­nie­rung am bes­ten kurz vor dem Ser­vie­ren über die Spei­se.

Rosmarin

Ros­ma­rin zählt zu den klas­si­schen medi­ter­ra­nen Gewür­zen. Sei­ne nadel­ar­ti­gen Blät­ter spie­len vor allem in der ita­lie­ni­schen Küche eine gro­ße Rol­le und sind auch Bestand­teil der Pro­vence-Kräu­ter­mi­schung. In der Mit­tel­meer­kü­che wird Ros­ma­rin meist für Fleisch- und Fisch­ge­rich­te ver­wen­det. Der wür­zig her­be Geschmack har­mo­niert außer­dem her­vor­ra­gend mit Kar­tof­feln, Toma­ten, Melan­za­ni und Teig­wa­ren. Ros­ma­rin ist dar­über hin­aus ein klas­si­sches Grill­ge­würz und ver­strömt in die Glut gelegt und beim Wür­zen des Grill­gu­tes ein ange­neh­mes Aro­ma.

Thymian

Thy­mi­an hat einen kräf­ti­gen, hoch aro­ma­ti­schen Geschmack und ist aus der medi­ter­ra­nen Küche nicht weg­zu­den­ken. Das Gewürz­kraut ist eines der Haupt­zu­ta­ten der Kräu­ter der Pro­vence und gehört zur Grund­aus­stat­tung jeder Küche. Thy­mi­an ver­fei­nert Spei­sen mit Fisch, Fleisch, Ragouts und Kar­tof­feln, Gemü­se, Pil­ze sowie Sala­te und Sau­cen. Auch getrock­net ver­liert die­ses Mit­tel­meer­ge­würz kaum Aro­ma und kann ein­fach mit­ge­kocht wer­den.

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